Eine repräsentative Befragung leitlinienkonformer Diagnostik von Dysphagien an zertifizierten Stroke Units

Hildebrandt, C. & Flader, C. (2014)

Jährlich erleiden deutschlandweit fast 300.000 Menschen im Erwachsenalter einen Schlaganfall. Bei über 60% treten in der Akutphase Dysphagien auf. Um Folgeschäden wie Pneumonien, Malnutrition und Exsikkose zu vermeiden ist eine differenzierte Diagnostik durch einen Logopäden auf einer Stroke Unit erforderlich. Die aktuelle Leitlinie für "Neurogene Dysphagien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfiehlt eine ausführliche Anamnese, die Testung verschiedener Konsistenzen, sowie eine zusätzliche apparative Diagnostik. Die vorliegende Studie untersucht, ob Dysphagien an zertifizierten Stroke Units aktuell leitlinienkonform diagnostiziert werden. Mittels eines Fragebogens wurde eine repräsentative Befragung an 112 zertifizierten Stroke Units mit je einem Logopäden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass 75% der Teilnehmer nach den aktuellen Leitlinien arbeiten und über 90% die Empfehlung einer spezifischen Kost- und Flüssigkeitstestung, sowie eine ausführliche Anamnese umsetzen. Mehr als 20% aller Befragten gaben an über keine zusätzliche apparative Diagnostik zu verfügen.
Wenn bundesweit an zertifizierten Stroke Units in Deutschland leitlinienkonform diagnostiziert werden soll, muss jeder Klinik eine apparative Diagnostik zur Verfügung stehen.

Unterstützte Kommunikation bei Kindern mit Rett Syndrom - Verbesserung der Aktion und Reaktion?

Sträßer, A., Reinartz, S., & Reinartz, M. (2006)

Das Rett Syndrom ist entsteht durch einen genetischen Defekt auf dem X-Chromosom. Dadurchverlernen die Kinder das Laufen, die Handfunktionen und vor allem das Sprechen. Dadiese Kinder nicht über einen aktiven Sprachgebrauch verfügen, können sie nicht effektivkommunizieren. Eine der letzten Möglichkeiten für diese Kinder zu kommunizieren ist dieUnterstützte Kommunikation. Diese Kinder bekommen selten Logopädie, obwohl besondersfür sie logopädische Therapie stark indiziert ist. Es wurden wenige Untersuchungen über denEinsatz von Unterstützter Kommunikation bei Kindern mit Rett Syndrom durchgeführt. Darumwird in dieser Studie untersucht, ob Unterstützte Kommunikation innerhalb einer Essenssituationdie Aktion und Reaktion der Kinder verbessert. Die Studie war in drei Phasen unterteiltund wurde mit drei Kindern durchgeführt. Die erste Phase beinhaltete das Kennen lernender kommunikativen Hilfsmittel, das Aufbauen von Vertrauen zu den Kindern, das Kennenlernen vom Ursache- Wirkungsprinzip und einer Vormessung (Messung A). In der zweitenPhase wurden kommunikative Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. In der dritten Phase habendie Eltern ein Training mit den wichtigsten Aspekten der Unterstützten Kommunikation bekommen.Am Ende von Phase zwei und drei fanden ebenfalls Messungen statt. Aus den Ergebnissen ist ersichtlich, das Unterstützte Kommunikation die Aktion und Reaktion bei Kindernmit Rett Syndrom verbessert.

Wolf-Hirschhorn Syndrom: Ein Fall für die Logopädie?

Fechtner, Y., Hannen, N., Pallaß, S., & Zochert, E. (2003)

Durch Gespräche mit Eltern von Wolf-Hirschhorn-Kindern ging hervor, dass diese Kinder nur sehr selten logopädische Therapie erhalten, obwohl es auf den ersten Eindruck so schien, dass logopädische Probleme vorhanden waren. Durch diese Vermutung entstand die Fragestellung nach der logopädischen Symptomatik und ob diese logopädische Intervention erfordert.Aus der durchgeführten Literaturstudie ging hervor, dass über die logopädische Symptomatik derWolf-Hirschhorn-Kinder und über ihre Sprach- und Sprechentwicklung keine Angaben zu finden sind,obwohl vermutet wird, dass bei dem Wolf-Hirschhorn Syndrom (WHS) logopädische Probleme auftreten.Diese Diplomarbeit trägt dazu bei, das Wissen über die logopädische Symptomatik des WHS zu erweitern.Um dieses Ziel zu erreichen, werden die relevanten Angaben zur Histologie, Ätiologie und zur allgemeinenSymptomatik zusammenfassend erläutert. Anhand eines Sprachentwicklungsmodells werden die Sprachentwicklungsvoraussetzungen beschrieben. Hypothesen über die Schwierigkeiten der WHS Kinder innerhalb der Sprachentwicklungsvoraussetzungen werden formuliert.Basierend auf diesem Kenntnisstand werden zwei Fallstudien mit WHS-Kindern durchgeführt. Durch Anamneseformulare, Testmaterialien (ET 6-6, MPE, SETK 3-5, Werscherberger Lautprüfmappe),Untersuchungen (Mundmotorik, Schlucken) und enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Ärzten und Elternwerden der Entwicklungsstand und besonders der Stand der Sprach- und Sprechentwicklung der Kindererfasst. Anhand der Ergebnisse der Fallstudien wird deutlich, dass bei den WHSñKindern eine logopädische Symptomatik zu finden ist, die logopädische Intervention erfordert.Am Ende werden die Forschungsergebnisse anhand der bestehenden Literatur in der Diskussion kritisch hinterfragt.

Morbus Parkinson: Ein Therapiebuch für Logopäden-Theoretische Grundlagen der Parkinson-Erkrankung und logopädische Behandlungsvorschläge.

Bergerfurth, N. & Rütgers, N. (2001)

Zusammenhang zwischen sprechmotorischen Leistungen / Defiziten und der Sprechverständlichkeit bei dysartrischen Patienten.

Momen, D., Siegert, M., & Yasar, G. (2001)

Lee Silverman Voice Treatment.

Franz, E., Gulpers, A., Kramer, M., Kusters, K., Lentzen, D., Loffeld, P. et al. (1999).