Power Speaking als Methode zur Stimmungsverbesserung bei Menschen mit und ohne Depression

Gräwe, N. & Wehse, A. (2019)

Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, inwiefern eine 30-minütige Intervention mit „Power Speaking” die Stimmung von Menschen mit und ohne Depression beeinflusst. Power- Speaking beinhaltet die Manipulation der Prosodie anhand der drei Parameter Tonhöhe, Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit. Untersucht wurden insgesamt 22 Probanden, von denen 10 Probanden an einer Depression litten. Es wurde ein Cross-Over-Studiendesign mit 3 Messzeitpunkten an 2 verschiedenen Messtagen gewählt. Innerhalb der beiden Probandengruppen wurden die Teilnehmer zufällig in zwei Gruppen eingeteilt, wobei Gruppe A am ersten Messtag mit dem „Power Speaking” begann und anschließend die Kontrollintervention erhielt (Gesprächssituation mit Beantwortung neutraler Fragen). Gruppe B erhielt zuerst die Kontrollintervention und anschließend das „Power Speaking”. Am zweiten Messtag fanden die Interventionen für beide Gruppen umgekehrt statt. In den 3 Messzeitpunkten (vor den Interventionen, nach der ersten und nach der zweiten Intervention) wurden die momentanen Stimmungen mit der Aktuellen Stimmungsskala, dem State-Trait Anxiety Inventory und einer Rating Skala erhoben. Die Statistik zeigt einen Zusammenhang zwischen der Intervention Power Speaking und einer Verbesserung der Stimmung. Bei Probanden die unter einer Depression leiden lassen sich keine signifikant höheren Stimmungsverbesserungen nachweisen als bei Probanden ohne Depression.